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Lohnt sich ein Relaunch — oder reicht eine Reparatur?

Von SL-SP Redaktion

Ein Website-Relaunch ist eine große Investition: neue Technik, neues Design, neue Inhalte, mehrere Wochen Arbeit. Bevor Sie das Budget freigeben, sollten Sie eine Frage ehrlich beantworten: Braucht Ihre Seite wirklich einen Neustart — oder reicht eine gezielte Reparatur?

Diese Seite hilft Ihnen bei genau dieser Entscheidung. Kein Projektplan, keine Schritt-für-Schritt-Anleitung — die finden Sie, sobald Sie sich entschieden haben. Hier geht es nur um eine Frage: lohnt sich der Aufwand für Sie?

Sie haben sich bereits entschieden? → Dann springen Sie direkt zur Relaunch-Checkliste mit Kosten & Ablauf.

7 Warnsignale, dass ein Neustart fällig ist

Je mehr dieser Zeichen auf Ihre Seite zutreffen, desto eher lohnt sich ein Relaunch statt Flickwerk.

  1. Sie ist nicht mobilfähig. Google bewertet seit 2021 vorrangig die mobile Version (Mobile-First-Indexing). Sieht die Seite auf dem Smartphone schlecht aus, verlieren Sie Sichtbarkeit und Kunden.
  2. Veraltete Technik. Eine sehr alte WordPress-Version, ungepatchte Plugins, abgelaufenes PHP — jedes nicht aktualisierte Bauteil ist eine Sicherheitslücke. Irgendwann ist der Umbau teurer als der Neubau.
  3. Die Datenschutzerklärung stammt von 2018. Seitdem kamen neue Urteile (Google Fonts, Cookie-Consent) und neue Gesetze (TDDDG, BFSG). Eine Erklärung von 2018 ist mit hoher Wahrscheinlichkeit unvollständig.
  4. Tracking lädt ohne Einwilligung. Der Cookie-Banner ist da, aber Google Analytics startet trotzdem sofort. Das ist einer der häufigsten Befunde bei Website-Checks.
  5. Kein sauberes SSL. Veraltetes TLS, kein HSTS oder Inhalte über HTTP (Mixed Content) — Sicherheitslücken, die Vertrauen kosten.
  6. Ladezeit über 3 Sekunden. Langsame Core Web Vitals drücken das Ranking. Und: rund die Hälfte der Nutzer springt ab, wenn eine Seite länger als 3 Sekunden lädt.
  7. Sie können Inhalte nicht selbst pflegen. Wenn jede Textänderung einen Entwickler braucht, stimmt etwas mit der Architektur nicht.

JA oder NEIN: die klare Entscheidung

JA, ein Relaunch lohnt sich, wenn …

  • mehrere der sieben Warnsignale gleichzeitig zutreffen — nicht nur eins.
  • Ihre Technik oder Ihr CMS nicht mehr wartbar ist.
  • mehr als die Hälfte Ihrer Inhalte veraltet ist und ohnehin neu geschrieben werden muss.
  • sich Ihr Geschäftsmodell geändert hat: neue Zielgruppe, neue Leistungen, neue Positionierung.
  • die geschätzten Reparaturkosten über die nächsten Monate die Hälfte eines Relaunches erreichen.

NEIN, sparen Sie sich den Neustart, wenn …

  • Ihre Seite gut konvertiert, solide rankt und nur kosmetische Schwächen hat.
  • Ihre Inhalte aktuell sind und regelmäßig gepflegt werden.
  • nur ein einzelnes Problem drückt — das repariert man gezielt, statt alles neu zu bauen.
  • das Budget nur für entweder Relaunch oder zwölf Monate solide Pflege reicht. Dann ist laufende Pflege oft der bessere Hebel.

Flicken oder neu bauen?

Die zentrale Frage vor jedem Neustart: Sind Ihre Probleme kosmetisch oder strukturell?

Kosmetisch heißt: ein veraltetes Design, eine fehlende Unterseite, ein langsames Bild, eine lückenhafte Datenschutzerklärung. Solche Punkte repariert man gezielt — schnell und günstig.

Strukturell heißt: Die Architektur selbst ist das Problem. Das CMS ist nicht mehr wartbar, die Seite ist von Grund auf nicht mobilfähig, jede Änderung reißt zwei neue Fehler auf. Hier hilft kein Flicken mehr — jeder reparierte Punkt verschiebt nur das nächste Problem.

Eine einfache Logik hilft: Wenn die Summe aller nötigen Reparaturen die Hälfte eines Relaunches übersteigt, bauen Sie neu. Sie zahlen sonst zweimal — erst fürs Flicken, dann doch für den Neustart.

Beispiel: Ein Handwerksbetrieb mit einer Seite von 2017. Sie ist auf dem Smartphone kaum bedienbar, das CMS hängt mehrere Versionen zurück, die Texte beschreiben Leistungen, die es nicht mehr gibt. Das sind drei strukturelle Baustellen gleichzeitig — hier lohnt sich der Neustart. Eine Steuerkanzlei dagegen, deren Seite technisch sauber läuft und nur ein altes Impressum und ein müdes Design hat, repariert besser gezielt.

Was der Neustart unterm Strich bringt

Ein Relaunch ist kein Selbstzweck — er muss sich rechnen. Rechnen Sie nicht in Geschmack, sondern in verlorenen Anfragen.

Beispiel: Eine schlecht ladende, mobil unbrauchbare Seite kostet Sie sagen wir fünf Anfragen pro Monat, die woanders landen. Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 800 € sind das 4.000 € entgangener Umsatz — Monat für Monat. Gegen diese Zahl rechnen Sie die einmaligen Relaunch-Kosten. So sehen Sie schnell, ob und nach wie vielen Monaten sich der Neustart amortisiert.

Diese Rechnung ist grob, aber sie verschiebt die Frage weg vom “Gefällt mir das neue Design?” hin zu “Verdiene ich mit der neuen Seite mehr?”. Genau darum geht es.

Selbstcheck: 5 Fragen

Beantworten Sie ehrlich mit Ja oder Nein:

  1. Ist Ihre Seite auf dem Smartphone unbedienbar oder spürbar langsam?
  2. Läuft sie auf veralteter, nicht mehr wartbarer Technik?
  3. Sind mehr als die Hälfte Ihrer Inhalte überholt?
  4. Hat sich Ihr Geschäft seit dem letzten Auftritt deutlich verändert?
  5. Bringt Ihre Seite messbar zu wenige Anfragen?

Drei oder mehr Mal “Ja”? Dann lohnt sich ein Website-Relaunch. Ein- oder zweimal “Ja”? Eine gezielte Reparatur ist wahrscheinlich der günstigere Weg.

Der erste Schritt: wissen, wo Sie stehen

Bevor Sie diese Fragen aus dem Bauch beantworten, schaffen Sie sich Fakten. Unser WebPrüfer scannt über 90 Parameter — kostenlos, in Sekunden, ohne Registrierung. Das Ergebnis zeigt Ihnen schwarz auf weiß, ob Ihre Probleme kosmetisch oder strukturell sind.

Mit diesem Wissen treffen Sie die Relaunch-Entscheidung fundiert — und vermeiden, am eigentlichen Problem vorbei zu investieren. Welche Leistungen wir rund um Neubau, SEO und Compliance anbieten, sehen Sie auf der Leistungs-Übersicht.

Entschieden? So geht es weiter

Haben Sie sich für den Neustart entschieden, brauchen Sie als Nächstes einen Plan: Kosten nach Projektgröße, den Ablauf in Phasen, den 301-Redirect-Plan und die Punkte, die vor dem ersten Briefing geklärt sein müssen.

Die 8-Phasen-Checkliste & Kosten zum Website-Relaunch führt Sie Schritt für Schritt durch die Umsetzung.


Noch unsicher? Prüfen Sie Ihre Website kostenlos — oder starten Sie mit einer kostenlosen Ersteinschätzung für Ihren Relaunch.

Häufige Fragen

Wann lohnt sich ein Website-Relaunch?
Ein Relaunch lohnt sich, wenn Ihre Seite mehrere große Baustellen gleichzeitig hat: veraltete Technik, eine defekte mobile Darstellung, überholte Inhalte und ein verändertes Geschäftsmodell. Hat Ihre Seite nur ein, zwei kleinere Probleme, ist eine gezielte Reparatur fast immer günstiger. Faustregel: drei oder mehr große Baustellen sprechen für den Neustart.
Website-Audit oder direkt Relaunch?
Erst das Audit, dann die Entscheidung. Ein objektiver Check Ihrer aktuellen Seite zeigt, ob die Probleme kosmetisch oder strukturell sind. Kosmetik repariert man, Struktur baut man neu. Ohne diese Bestandsaufnahme entscheiden Sie aus dem Bauch — und investieren oft am eigentlichen Problem vorbei.
Was kostet ein Website-Relaunch?
Ein einfacher Relaunch startet ab etwa 4.900 €, komplexe Projekte mit Shop oder Mehrsprachigkeit kosten deutlich mehr. Die genaue Aufschlüsselung nach Projektgröße finden Sie in unserer Relaunch-Checkliste mit Kosten-Übersicht. Wichtiger als die Zahl: Was ist enthalten? Compliance, SEO und Sicherheit sollten zum Grundpreis gehören.
Reicht ein Relaunch alle paar Jahre oder brauche ich laufende Pflege?
Beides gehört zusammen. Ein Relaunch bringt die Seite einmal auf den aktuellen Stand, laufende Pflege hält sie dort. Ohne Pflege ist eine neue Seite nach 12 bis 18 Monaten technisch wieder veraltet — die Investition verfällt. Wer regelmäßig pflegt, schiebt den nächsten Relaunch um Jahre nach hinten.
Wie lange dauert ein Website-Relaunch?
Ein typischer KMU-Relaunch dauert 8 bis 16 Wochen — von der Bestandsaufnahme bis zum Go-Live. Der größte Zeitfaktor ist meist die Content-Lieferung durch den Kunden, nicht die Entwicklung. Den genauen Ablauf in Phasen finden Sie in unserer Relaunch-Checkliste.